Informationen zur Turmsanierung

 

Starke Veralgung am Naturstein
Vermooste und offene Fugen sowie abgeplatzte Ziegel
Fehlstellen und Hohllagen im Putz
Abgesprengter Sandstein durch Korrosion der Stahlzapfen
Abgewitterte Oberfläche am Wasserspeier

Die St. Gertrud Kirche hat 2009 das BAU-INSTITUT HAMBURG-HARBURG mit der Untersuchung der Fassaden beauftragt. Die Untersuchung erfolgte mit Hilfe von Arbeitsbühnen. Der Turm wurde am 17.11.2009 in der gesamten Höhe befahren. Zum Einsatz kam eine Arbeitsbühne mit einer Höhe bis 100 m, so dass auch die Turmspitze in Augenschein genommen werden konnte. Die Befahrung des Kirchenschiffes erfolgte am 24.11.2009 mit einer kleineren Arbeitsbühne. Es wurden sowohl die Fassaden- als auch die Dachflächen begutachtet. Im Anschluss an die Begutachtung wurden Reparaturmaßnahmen an der Schieferdachfläche durch Fa. Haase & Ruther GmbH ausgeführt. Am 03.12.2009 erfolgte eine Begehung des Turms im Inneren, um die Auswirkung der von außen festgestellten Schäden von Innen zu beurteilen.

Die St. Gertrud Kirche wurde 1882-1885 von Johannes Otzen als neugotische Hallenkirche errichtet. Der Turm hat eine Höhe von 88 m und wird mit einem 5 m hohen Kreuz bekrönt. Der Turmhelm besteht aus Mauerwerk mit zahlreichen verschiedenen glasierten Ziegeln. Zahlreiche Zierelemente, Gesims, Spitzen von Giebeln etc. wurden aus Sandstein ausgebildet.

Die Verfugung des Turmhelms ist bereichsweise stark geschädigt. Betroffen sind vor allem die obersten 15 m des Turmhelms. Vereinzelte geschädigte Ziegel wurden festgestellt. Zahlreiche Formsteine an den Ecken des 8-eckigen Turmhelms weisen feine Risse auf. Die Betrachtung des Turmhelms vom Inneren her ergab keine gravierenden Durchfeuchtungserscheinungen bzw. Schädigungen des Mauerwerks. An allen sonstigen Mauerwerksflächen wurden vereinzelt offene Fugen festgestellt.

An den vorhandenen Sandsteinelementen sind die Oberflächen vielfach verwittert. Teilweise lässt sich die oberste Steinschicht ablösen. Betroffen hiervon sind vor allem die Unterseiten von Gesimsen, Wasserspeiern etc. Vereinzelt wurden Risse in den Elementen festgestellt.

Zahlreiche verputzte Zierelemente weisen deutliche Schädigungen auf. Die Putzflächen am Turm weisen größtenteils bereits Abplatzungen bzw. Hohllagen auf. Die am stärksten geschädigten Flächen wurden bei der Befahrung bereits abgenommen. An kleineren Putzflächen wurden deutliche Ausblühungen festgestellt. Hinter hohl liegenden Putzflächen wurden Kalkablagerungen vorgefunden.

 

 

 

 

 

 

 

Ziegelschäden und nicht mehr vorhandene Verfugung im Turmhelm Die Verzierung oberhalb der Uhr ist nicht mehr fest Offener Riss im Pfeilervorsprung Süd-West

 

 

 


Schäden und Baumaßnahmen