In St. Gertrud feiern wir unsere Gottesdienste in einer traditionellen Form mit Liedern aus dem Gesangbuch, festen Gebeten und einem klaren Ablauf. Für jüngere Kinder gibt es hinten unter der Empore Ausmalbilder und Bilderbücher und auch kleine Geschwister sind jederzeit willkommen.
Fühl Dich herzlich eingeladen, mitzusingen, zuzuhören oder den Gottesdienst einfach in Deinem eigenen Tempo mitzuerleben. Hier findest Du außerdem weitere Informationen zu den Ritualen, Liedern und Texten, die Dir in unseren Gottesdiensten begegnen werden.
Zu Beginn des Gottesdienstes erklingt Musik, meistens von der Orgel. Sobald sie beginnt, steht die Gemeinde auf. Dann ziehen die Mitwirkenden ein, also die Pastor:innen, die den Gottesdienst leiten, und die Lektor:innen, die aus der Bibel lesen. Bei besonderen Gottesdiensten können auch noch weitere Personen dabei sein. Wer nicht aufstehen kann, darf selbstverständlich sitzen bleiben.
Pastor:in | Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. |
Gemeinde | Amen! |
Im Votum sagen wir gemeinsam: Wir wollen Gottesdienst feiern. So wird deutlich, dass diese Feier etwas Besonderes ist und nicht einfach ein Treffen wie jedes andere. Zum Zeichen dafür sprechen wir alle gemeinsam laut: Amen!
Nach der Begrüßung wird das erste Lied gesungen. An der Liedertafel stehen die Nummern der Lieder. Diese Nummern findet ihr im roten Gesangbuch und könnt so sehen, welches Lied gerade dran ist. Wer mag, kann mit den Lesezeichen im Buch schon die nächsten Lieder heraussuchen. Dann ist man ab der ersten Strophe gut dabei.
Nach dem ersten Lied sprechen wir meistens einen Psalm. Dabei wechseln sich häufig die Gemeinde und der:die Pastor:in ab. Auch den Psalm findest Du im Gesangbuch. Die Nummer steht mit auf der Liedertafel.
Ein Psalm ist ein biblisches Gebet. In der Bibel gibt es viele solcher Gebete, die meisten stehen im Buch der Psalmen, im Alten Testament. Das Wort „Psalm“ kommt von dem griechischen Verb psallo – die Saiten zupfen. Das liegt daran, dass die Psalmen nicht nur gesprochen, sondern meistens auch gesungen wurden. Das unterscheidet sie zum Beispiel vom Vaterunser. Die Melodien sind jedoch nicht überliefert.
Gemeinde:
Nach dem Psalm singen wir „Ehre sei dem Vater“. Damit wird deutlich, dass der Psalm ein besonderer Text aus der Bibel ist und wir Gott dafür loben.
Das Kyrie ist die Anrufung Gottes. Der ganze Gottesdienst kann als ein Gebet verstanden werden, und zu jedem Gebet gehört eine Ansprache. Sozusagen ein „Hallo, jetzt rede ich mit Dir“. Im Kyrie sprechen wir Gott und Christus als Erbarmer an. Wir vertrauen darauf, dass Gott allem Leid, Schmerz, aller Trauer, Angst, Scham und Wut entgegentritt und uns ein Leben in Freude schenkt.
„Ehre sei Gott in der Höhe“ oder auch „Gloria in excelsis“ ist der Anfang dieses Lobgesangs. Weil wir darauf vertrauen, dass Gott der Erbarmer ist, folgt auf das Kyrie ein Lied des Dankes und des Lobes, das wir gemeinsam singen.
Das Lied “Allein Gott in der Höh sei Ehr” stammt aus dem Jahr 1523. Es wurde schon zu Luthers Lebzeiten gesungen!